Die Paderquellen in der Innenstadt von Paderborn stehen im direkten Bezug zur der sich östlich vom Stadtgebiet anschließenden Karst-Landschaft. Als Teilabschnitt des GPS-Karst-Erlebnispfades soll hier über einige der naturräumlichen Besonderheiten im Paderborner Stadtgebiet informiert werden.
Im Paderborner Stadtgebiet und seinem weiteren Umland treten mehr als 200 Quellen aus, die sich zur Pader vereinigen bzw. zur Lippe abfließen. Hier, am Fuß der Paderborner Hochfläche treten über dem wasserundurchlässigen Emscher Mergel die in das Karströhrennetz der Hochfläche eingespeisten Wässer wieder zu Tage. Diese Quellen weisen hohe Schüttungswerte und relative Konstanz ihres Flusses auf, was ein gut ausgebildetes hydrographisches Netz in den Kreidekalken der Paderborner Hochfläche beweist. Dass die Prozesse der Kalklösung auf der Hochfläche unvermindert weiter wirken, zeigt die intensive Kalkabscheidung als Sinterkalk in den Paderborner Quelltöpfen, wodurch es dort zu (Kalk-) Krustenbildung auf dem Gesteinsmaterial kommt. Die Mengen des von den Karstwässern mitgeführten Kalkes aus der Paderborner Hochfläche belaufen sich auf errechnete 26.400 m3/Jahr (das entspricht etwa dem 900-fachen Ladevolumen eines 7,5 Tonnen Lkws).


